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Presse

Das Jugend-Sinfonie-Orchester des Heinrich-Suso-Gymnasiums begeistert in der Lutherkirche

Da stimmte alles: die wohltemperierte Instrumentalstimmung der 65 bestens vorbereiteten Schülermusiker, die geradezu mustergültige Quotenbesetzung (100 Prozent der Soli und 61,5 Prozent im Orchester waren Damen), der Reichtum des Programms vom Leipziger Bach-Barock bis zu Piazzolla- und Chicago-Tangos, die alle drei Emporen und das Kirchenschiff füllenden Musik- und Schulfreunde, nicht zuletzt das gut zweistündige konzentrierte Spiel, das von Michael Auer bei klarem Takt, spannender Dynamik und werkgerechtem Zeitmaßen ohne Bruch und stilistisches Verfallsdatum sicher durch alle Werke gelenkt wurde.

Partner-Gymnasien musizierten beim Sinfoniekonzert des Suso-Gymnaiusms und der Hamtpon School in der Lutherkirche

Wenn in einem Sinfoniekonzert die Zahl der Musizierenden fast so groß ist wie die der Zuhörenden, das Podium größer als der Zuhörerraum, kann das durchaus auch positiv gesehen werden: Das Jugend-Sinfonie-Orchester am Suso-Gymnasium und das der Hampton School (London-Richmond) trafen sich in der Lutherkirche zu ganz großen Zusammenspiel, wobei beide Klangkörper je etwa um die 50 Spieler aufboten. Da herrschte klangliche und personelle Üppigkeit mit riesigem Geigenregister, mit bis zu zehn Celli, vier Kontrabässen und bläserischen Vierfach-Besetzungen von der Flöte bis zur Tuba bei entsprechendem Starkklang. Den eher besinnlichen Einstieg zum 450. Geburtsjahr Shakespeares machte das Suso-Orchester mit Tänzen und Monologen von Gerald Finzi: Lyrische, idyllische, feine Klänge von melodischer Schönheit dominierten. Ganz anders das Hamtpon-Orchester, das mit Bernsteins West Side Story-Medley (auch eine Shakespeare-Hommage) ebenso saftig unterhielt wie gefühlsstark strich und blies. Köstlich die vokale Einlage von 15 jungen Männern, die zwischendurch zur Stimme griffen und einen latinsprühenden Song verabreichten: Sonderappaus für diese humorvolle Performance.

Das Suso-Orchester und Solisten ziehen beim Jugendkonzert „Hör Mal!“ in der Lutherkirche die Kinder in ihren Bann

Das Hauptkonzert des Suso-Jugend-Sinfonie-Orchesters in der Lutherkirche quoll von Besuchern und gebotener Spielqualität geradezu über. Tags darauf aber spielte das mehr als 50 Spieler starke Orchester, selbst im Jugendalter, für die noch viel jüngeren (und älteren), wenigeren Besucher Ausschnitte aus dem Großprogramm vom Vorabend.

Schüler und Meister musizieren beim „Side-by-side“-Konzert im Konzil am gleichen Pult


Neue musikalische Ideen setzen sich in Konstanz oft auf Dauer fest. Eine davon ist das „Side-by-side“-Konzert von Südwestdeutscher Philharmonie (SWDP) und Jugend-Sinfonie-Orchester Konstanz (JSOK) des Suso-Gymnasiums, das im Konzil seine dritte Auflage erlebte. Das Konzept war wieder spannend: Man hörte das Suso-Orchester und die SWDP je einmal getrennt, je einmal die „Beruflichen“ einen Suso-Geiger und das Schülerorchester ein Philharmonie-Quartett begleiten; und natürlich die Start- und Finale-Events des Abends: Das Zusammenspiel von jung und alt je an einem Pult. Soweit das Gerüst, das sich dann mit überraschenden und tollen Inhalten füllen sollte.